Styrol-Butadien-Kautschuk

Styrol-Butadien-Kautschuk (Kurzzeichen SBR; engl.: Styrene Butadiene Rubber) wurde auf der Grundlage der 1927 vom deutschen Chemiker Walter Bock entdeckten Emulsionspolymerisation entwickelt und war der erste wirtschaftlich nutzbare Synthesekautschuk. Unter dem Namen Buna (Butadien-Natrium) sollte dieser synthetische Kautschuk die Kriegswirtschaft Nazideutschlands vom Import von Naturkautschuk unabhängig machen (Heimstoff).

SBR enthält üblicherweise 23,5% Styrol. Steigt der Styrolgehalt wird der Kautschuk thermoplastisch. Er ist aber immer noch vernetzbar. Heute wird SBR über Emulsionspolymerisation (Kaltpolymerisation ca. 5 °C), Warmpolymerisation ca 50 °C (ergibt verzweigte Produkte), Lösungspolymerisation (Tieftemperaturbeständige Winterreifenkautschuke) und eigentlich nur wissenschaftlich interessante radikalische Polymerisation hergestellt.

SBR ist bis heute der meistverwendete Synthesekautschuk und findet seine Anwendung besonders in der Reifenherstellung oder bei Fussbodenbelägen und Transportbändern.


Eigenschaften
SBR zeigt gute Quellbeständigkeit in anorganischen und organischen Säuren und Basen sowie in Alkoholen und Wasser. Es ist beständig gegen Bremsflüssigkeit, wird hier aber meist durch EPDM ersetzt.

Es ist hingegen stark quellend in Mineralölen, Schmierfetten, Benzin und aliphatischen, aromatischen und chlorierten Kohlenwasserstoffen.

Gegen Witterungseinflüsse ist es beständiger als Naturkautschuk aber schlechter als z. B. Chloropren-Kautschuk (CR) und Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM).

Thermischer Anwendungsbereich: ca. –40 °C bis +70 °C.

Quelle: Wikipedia

 



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