Polyacrylamid

Polyacrylamid ist ein Polymer von Acrylamid. Die Polymerisation von Acrylamid zu Polyacrylamid wird durch eine Kettenreaktion hervorgerufen, wobei z.B. Ammoniumpersulfat (APS) als Radikal die Reaktion startet und TEMED (Tetramethylethylendiamin) als Katalysator dient. Es entsteht eine gelartige schwabbelige Matrix -> Polyacrylamid, Konsistenz wie Götterspeise.

Acrylamid ist in der unpolymerisierten Form ein Nervengift, in der polymerisierten Form ist es jedoch unschädlich.


Anwendung
Ein Polyacrylamid-Gel, das sich zwischen 2 Glasplatten befindet. In der Molekular-biologie dient dieses Gel bei der Polyacryalamid-Gelelektrophorese, kurz PAGE (siehe auch SDS-PAGE), als ein Sieb für Moleküle. Es bildet ein feines Netzwerk und kann deshalb zur Auftrennung von Molekülen wie Proteinen oder kurzen DNA-Stücken verwendet werden.
Dafür wird das flüssige Acrylamid in Form eines flachen Gels zusammen mit APS und TEMED zwischen zwei abgedichtete Glasplatten gegossen und auspolyme-risiert. In ausgesparte Taschen des geleeartigen Trägermaterials werden dann die Proben aufgetragen. Da sie eine Ladung besitzen werden sie beim Anlegen von Strom durch das Netzwerk "gezogen", entsprechend ihrer Grösse bzw. Ladung -> elektrophoretische Auftrennung von Molekülen. Die Gittergrösse wird durch die Konzentration des Acrylamids bestimmt. Will man grössere Moleküle auftrennen nimmt man eine geringere Konzentration Acrylamid als bei kleineren.

Eine weitere Anwendung des Polyacrylamids ist als Gelbildner in der Kosmetik-industrie.

Quelle: Wikipedia

 



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